
Ein Einkäufer schickte mir ein Datenblatt: «200 Meter». Er hatte den BLE-Tag auf eine Palette geklebt, und der fiel an der Tür ab, neunzehn Meter weiter. Die Zahl auf dem Blatt war echt. Die Zahl in seinem Lager war die Wahrheit. Sie waren nicht dasselbe.
Was «200 m» wirklich bedeutet
In der Fußnote steht «Freifeld, Sichtlinie, ein Meter hoch». Das ist ein Feld ohne Wände, ohne Regale, ohne Menschen. Niemand montiert einen BLE-Tag auf ein Feld. Der Prüfstand stellt Tag und Empfänger auf Stative mitten ins Nichts, und selbst da ist die Schwelle ein Paket pro Sekunde am Rand. Beweg dich, und es ist vorbei.
Die Wand ist die erste Steuer
Eine einzige Betonsteinwand senkte in unserem Flurtest einen BLE-Tag von 200 auf 70 Meter. Ein Stahlregal war schlimmer. Jede Fläche zwischen dem BLE-Tag und dem Gateway ist eine Rechnung, bezahlt in Metern. Die Spec gliedert das nie auf. Wir hörten auf, Kunden die Freifeld-Zahl zu nennen, nach dem dritten wütenden Anruf.
Der Körper blockt auch
Nimm einen BLE-Tag in die Hand, hast du schon drei bis fünf Dezibel verloren, weil du größtenteils aus Wasser bestehst und Wasser 2,4 Gigahertz frisst. Eine Person zwischen Tag und Gateway beschattet ihn weiter. Die beworbene Reichweite geht davon aus, dass niemand da ist. In einem echten Lager ist immer jemand da.
Wie wir jetzt messen
Wir warfen die Stative weg. Wir kleben den BLE-Tag auf eine echte Palette, schieben ihn den echten Gang entlang und notieren, wo das Gateway keine Pakete mehr bekommt. Die Zahl im Bericht ist die, die der Kunde sieht: neunzehn Meter durch ein volles Regal, sechzig durch eine freie Gasse. Wir sagen beide. Die 200 sind immer noch wahr. Sie sind nur nicht seine.
Was ich Käufern jetzt sage
Frag nach der Bedingung, nicht nach der Zahl. Sichtlinie oder durch dein Regal? Ein Paket pro Sekunde oder zehn? In der Höhe, in der du ihn wirklich montierst? Ein BLE-Tag, der ehrlich zu seiner Reichweite ist, ist mehr wert als einer mit größerer Schrift auf dem Karton. Gelernt haben wir das auf die teure Art, am Telefon, bei einem Kunden, der die falsche schon gekauft hatte.
